Deutsches Superfood

Superfood

In diesem Artikel geht es um Superfoods. Und zwar nicht um die weitgereisten Superfoods Chia-Samen, Goji-Beeren und Papayas, sondern um deutsche Alleskönner.

Ich bin ein großer Fan davon, regionale und meist auch saisonale Produkte für meine Gerichte und Rezepte zu verwenden. Heute gehe ich auf die Vorteile von Petersilie, Leinsamen, Haferflocken und Brokkoli ein.

Andere deutsche Superfoods, die reich an wertvollen Nähr- und Pflanzenstoffen sind, sind zum Beispiel Hirse, Kürbiskerne, Kohl, Heidelbeeren und Äpfel. Du tust dir und deinem Körper also etwas richtig Gutes, wenn du gerade solche Lebensmittel passend zur Saison in deinen Speiseplan integrierst!

Wunderwaffe Petersilie

Petersilie gehört zu meinen Wunderwaffen in der Küche. Sie gibt meinen Gerichten und Smoothies nicht nur einen außergewöhnlichen Geschmack, sondern punktet auch noch durch ihre tollen Inhaltsstoffe!

Petersilie wirkt durch den hohen Gehalt an der grünen Pflanzenfarbe Chlorophyll und den basenbildenden Mineralstoffen, wie Kalzium und Magnesium, reinigend und entgiftend.

Darüber hinaus ist Petersilie eine wundervolle Vitamin C Quelle. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die Zufuhr von ca. 100 mg Vitamin C am Tag. Randnotiz: Mehr Vitamin C am Tag ist auch in Ordnung, da sowieso ein Überschuss mit dem Urin ausgeschieden wird. Gerade wenn man sich schlapp fühlt, gestresst ist oder das Gefühl hat, dass eine Erkältung naht, kann die Vitamin C Zufuhr für ein paar Tage auf 500 mg erhöht werden. Dafür kann ich z.B. die Cerola-Taler aus dem Reformhaus sehr empfehlen.

100 g Petersilie enthalten durchschnittlich 140 mg Vitamin C, also schon mehr als die empfohlene tägliche Verzehrmenge! Vitamin C ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das unser Immunsystem und auch unser Bindegewebe stärkt.

Gemüse Petersilie

Leinsamen und Haferflocken

Meine Lieblingszutaten für ein nährendes Frühstück sind Haferflocken und Leinsamen. Leinsamen sind quasi die deutschen Chia-Samen. Sie muten nicht ganz so elegant an, aber die Inhaltsstoffe sind von ähnlichem Kaliber.

Leinsamen beinhalten Schleimstoffe, die sich wohltuend auf die körpereigene Schleimhaut auswirken. Bei Magen- und Darmbeschwerden kannst du dir ganz leicht ein schleimhautschützendes Gel produzieren. Ich verwende am liebsten goldene Leinsamen aus dem Reformhaus, die leicht angeschrotet sind. Sie haben eine vielfach stärkere Wirkung als herkömmliche braune Leinsamen.

Für das schützende Gel benötigst du 1-2 TL geschrotete Leinsamen und heißes Wasser, das du in ein Glas gießt. Nach 10-20 Minuten hat das Wasser mit den Leinsamen eine zähflüssige Eigenschaft und lässt sich trinken. Die Leinsamen sollten dabei ausgespart werden, damit die schleimhautschützende Wirkung intensiviert wird.

Leinsamen enthalten darüber hinaus sehr viele Omega-3-Fettsäuren – in 100ml Leinöl bis zu 55g! Dieses Öl oder auch die Samen sollten allerdings am besten kalt und so unverarbeitet wie möglich verzehrt werden, um die entzündungshemmende und gesundheitsfördernde Wirkung voll zu entfalten. Der hohe Gehalt an Ballast- und Quellstoffen in den Leinsamen kann bei regelmäßigem Verzehr mit ausreichend Wasser auch für eine verbesserte Verdauung sorgen.

Blatt Gesundheit mit Annabell

Haferflocken haben unter den Lebensmitteln einen besonderen Stellenwert. Sie tragen nämlich als eins der wenigen Lebensmittel einen sogenannten „Health Claim“- eine anerkannte gesundheitsbezogene Aussage (mit der dazugehörigen Wirkung). Das Beta-Glucan, also der lösliche Ballaststoff im Hafer, wirkt sich nachweislich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Es kann also dafür sorgen, dass ein zu hoher Cholesterinspegel bei regelmäßigem Verzehr sinkt.

Darüber hinaus sind Haferflocken eine hervorragende Ballaststoffquelle. Wichtig ist hier wieder, dass reichlich Flüssigkeit zu den Haferflocken getrunken wird oder sie mit viel Flüssigekit zubereitet werden. Auch an Vitalstoffen mangelt es Vollkorn-Haferflocken nicht: Magnesium, Biotin, Zink und Silizium sind da unbedingt zu nennen.

Brokkoli

Rezept Tarte

Brokkoli geht immer! Und das aus gutem Grund. Roh oder leicht gegart ist Brokkoli eine wahre Vitalstoffbombe.

Dieses Gemüse enthält immunstärkendes Vitamin-C und viel Kalzium. Die hohe Bio-Verfügbarkeit des Kalziums im Brokkoli sorgt dafür, dass der Körper es in der Regel gut verwerten kann.

Vor allem Veganer profitieren von einem regelmäßigen Verzehr dieser Kalziumquelle. Auch andere typisch deutschen und dunkelgrünen Superfoods, wie Grünkohl und Blattspinat, beinhalten überdurchschnittlich viel Kalzium. Also rein damit in den Topf oder die Pfanne!

Brokkoli ist zudem reich an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, z.B. Flavonoiden. Dieser Pflanzenstoff schützt nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Zellen unserer Körper vor schädlichen Einflüssen. Das sind doch gute Gründe, mehr Brokkoli zu essen, oder?

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Kochen und Essen. Finde das Rezept für die köstliche Brokkoli-Tarte auf dem Bild auf dem Facebook-Kanal von SKINBIOTIC. Schau für mehr Koch-Inspiration auf meinem Instagram-Kanal vorbei oder buch mich für einen privaten Kochkurs mit deinen Liebsten. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!