Gesunde Haare

Gesunde Haare

Es gibt Menschen, die von Natur aus wunderschöne und kräftige Haare haben. Andere Menschen (wie ich auch) gehören zu der anderen Sorte, die eher feine Haare haben. Das muss aber nicht bedeuten, dass es nur wenige oder brüchige Haare sind. Ich bin mein bester Beweis dafür, dass Haare transformiert werden können. Feine Haare können also trotzdem kräftig und „saftig“ aussehen.

In diesem Artikel bespreche ich, welche Faktoren sich positiv auf die Haargesundheit auswirken können und welche eher negativ. Es versteht sich, dass es Menschen mit angeborenen Gendefekten oder Krankheiten gibt, bei denen keine Haare (mehr) wachsen oder ein „durchschnittlicher“ Zustand nicht einfach zu erzielen ist.

Dieser Artikel richtet sich an die Menschen, die eigentlich gesund sind, aber durch diverse Umstände (Stress, Krankheit, hormonelle Veränderungen, schlechte Ernährung, etc.) zeitweise unter Haarausfall, trockener Kopfhaut und brüchigen Haaren leiden.

Wenn du dir mehr Glanz und Fülle für dein Haar wünschst, dann bist du hier auch richtig. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Was kann positive Auswirkungen auf die Haare haben?

Haare brauchen mindestens ein paar Monate, um sich von ungünstigen Umständen zu erholen. Manchmal dauert es sogar ein paar Jahre.

Bei mir selbst hat es fast vier Jahre gedauert. Die Einnahme und das Absetzen der Anti-Baby-Pille nach fast zehn Jahren, viel Stress und ein ungesunder Darm haben bei mir zu extremem Haarausfall geführt. Außerdem haben mir Nährstoffe gefehlt und meine Kopfhaut war trocken. Sie hat bei jeder Berührung geschmerzt.

Ich war ziemlich verzweifelt und es gab Wochen, an denen ich am liebsten nicht vor die Tür gegangen wäre, weil ich meine Haare einfach so abziehen konnte. Mein Kopf wurde immer kahler. Kein Arzt konnte mir helfen. Alles, was mir geholfen hat, habe ich durch mein Selbststudium und später auch durch meine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin gelernt.

Blatt Gesundheit mit Annabell

Vom Darm über Bewegung und Entspannung

Es reicht vollkommen aus, wenn man sich ein bis zwei Mal die Woche mit mildem Shampoo die Haare wäscht und sie dann im besten Fall nicht föhnt. Je öfter agressives Shampoo oder zu viel Hitze an den Kopf kommen, desto angreifbarer wird die Kopfhaut. Und damit auch die Haare. Tolle Produkte findest du zum Beispiel im Reformhaus.

Ich persönlich wasche mir seit August 2015 nur noch einmal die Woche die Haare. Es ist reine Gewöhnungssache und seit langem sind meine Haare viele Tage richtig schön – auch ohne ständiges Haarewaschen!

Die Kopfhaut ist extrem wichtig für die Haargesundheit, weil sie die Haarwurzeln mit notwendigen NährstoffenWasser und Fetten versorgt. Wird die Zufuhr zum Beispiel durch zu viel Stress und eine dadurch angespannte Kopfhaut gehemmt, bekommen die Haare nicht mehr das, was sie brauchen.

Regelmäßige EntspannungZuversicht und Freude im Leben sind an dieser Stelle genauso wichtig wie Bewegung – am besten an der frischen Luft. Wer regelmäßig bei einer Sporteinheit schwitzt oder wie beim Yoga viele Überkopf Übungen macht, fördert die Durchblutung der Kopfhaut und damit die Gesundheit der Haare. Zu viel Sport kann allerdings das Gegenteil bewirken.

Stilles und reines Wasser sollte auch täglich reichlich getrunken werden – durchschnittlich so 6-8 Gläser (à 250 ml). Dadurch können die Haare praller und frischer aussehen. Da wir ohnehin zu einem Großteil aus Wasser bestehen (ca. 70 %!), macht diese Maßnahme für mich besonders viel Sinn. Außerdem werden alle Nährstoffe durch Wasser bzw. Flüssigkeit durch den Körper transportiert.

Gesunde Ernährung für gesunde Haare

Ein gesunder Darm kann sich positiv auf die Gesundheit der Haare auswirken. Finde meinen Artikel zum Thema „Gesunder Bauch“ hier: Zum Artikel.

Etwa auf gleicher Höhe mit dem gesunden Darm liegt für mich eine nährstoffreiche und basenüberschüssige Ernährung. Ohne ein intaktes Verdauungssystem nützt die beste Nahrung nichts. Und ohne natürliche Nährstoffe, die von innen wirken, nützt das beste Shampoo nichts.

Mit einem gesunden und sauberen Darm kann die Nahrung effektiv verstoffwechselt werden und jede Zelle unseres Körpers wird versorgt.

Da die Haare hauptsächlich aus Proteinen bestehen, ist es wichtig alle Aminosäuren (die Bausteine der Proteine und damit unserer Zellen) mit der Nahrung zu sich zu nehmen. Und die müssen  nicht zwangsläufig aus tierischer Quelle stammen. Hülsenfrüchte, Bohnen, Nüsse und Samen, Reis, Kartoffeln, Vollkornprodukte und Gemüse sowie Obst haben genug Aminosäuren für diesen Prozess. Am besten kombinierst du regelmäßig verschiedene pflanzliche Proteinquellen.

Nährstoffe & Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt spielt bei der Haargesundheit auch eine entscheidende Rolle. Zu viele Lebensmittel, die sauer verstoffwechselt werden (wie z.B. grundsätzlich alle tierischen Produkte und kohlensäurehaltige Getränke) können sich negativ auf den Körper auswirken. Auch raffinierter Zucker und zu viele leere Kohlenhydrate können dem Körper bei der Verstoffwechselung viele wichtige Mineralsstoffe entziehen.

Finde meinen Artikel zum Thema Säure-Basen-Haushalt unter diesem Link: Zum Artikel.

Basisch wird grundsätzlich jedes frische Gemüse und Obst verstoffwechselt. Interessanterweise sogar schwarzer Kaffee (Espresso)! Deswegen trinke ich meinen Kaffee Zuhause oft schwarz und ein grüner Smoothie gehört seit fast drei Jahren zu meiner täglichen Routine.

Mit warmem Wasser und frischem Zitronensaft kann man seinem Körper morgens auch einen kleinen Schub Mineralstoffe zuführen – und die Zitronensäure wird ebenfalls basisch verstoffwechselt. Eine ausgewogene, vorwiegend pflanzliche Ernährung kann dich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Besonders gut für die Haare sind da B-Vitamine, Zink, Vitamin C, Eisen, Beta-Carotin/Vitamin A, Aminosäuren und Silicium.

Grundsätzlich kann ich bei Problemen mit den Haaren empfehlen, mehr frisches Gemüse in den Alltag zu integrieren. Nährhefe schmeckt super zu Gemüse und ist ein köstlicher und wertvoller Lieferant von essentiellen B-Vitaminen und Biotin – dein Haar wird es lieben! Ich liebe z.B. die Nährhefe von Dr. Ritter.

Hab keine Angst vor hochwertigen und kaltgepressten Ölen – sie sind äußerst wichtig für den Stoffwechsel der Haare und können für einen verführerischen Glanz sorgen. Super sind natives Olivenöl, kaltgepresstes Leinöl und Walnussöl. Diese Öle sollten nicht erhitzt werden. Avocados und Kokosöl sind in Maßen auch sehr gut. Zusammen mit Zink-reichen Lebensmitteln, wie Kürbiskernen, können sie das Wachstum der Haare ankurbeln.

Was reduzieren oder worauf besser verzichten?

Wenn du Probleme mit den Haaren hast, solltest du auf folgende Dinge langfristig besser verzichten oder sie zumindest reduzieren:

Rauchen, Alkohol, Stress, viele Süßigkeiten, Frittiertes, Fertigprodukte mit künstlichen Zusatzstoffen, stark verarbeitete Produkte, viele tierische Lebensmittel, Ängste und Sorgen.

Es ist nicht unbedingt leicht, einen neuen Weg einzuschlagen, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mich in meinem Leben noch nie etwas glücklicher gemacht hat als es auszuprobieren. Dafür brauchte ich nur etwas Zeit und eine gute Portion Geduld. Jede Veränderung darf Zeit in Anspruch nehmen und es muss nicht alles auf einmal verändert werden. Kleine, individuelle Schritte sind da der beste Weg, um langfristig erfolgreich sein zu können.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem Weg! Gerne begleite ich dich als Gesundheits- und Darmberaterin persönlich dabei!