Gesunder Bauch

Über den Darm sprechen viele Menschen nicht so gerne. Ich selbst habe mich viele Jahre nicht so gut um einen gesunden Bauch gekümmert. Vor allem habe ich meinem Bauchgefühl zu wenig Beachtung geschenkt. Schon seit ich denken kann wirken sich Ungleichgewichte auf seelischer Ebene auf meinen Darm aus.

So war es nicht verwunderlich, dass ich Anfang 2017 fast an einem Darmdurchbruch gestorben bin, als sich mein Unbehagen und Frust in meiner damaligen Situation zugespitzt hatten.

Bitte beachte, dass sich Stress und negative Emotionen auf jeden Menschen anders auswirken und mein Beispiel ist Teil meiner ganz persönlichen Geschichte. Aus eigener Erfahrung sowie aus Fachliteratur weiß ich mittlerweile, dass es mehrere Faktoren gibt, die die Darmgesundheit positiv beeinflussen:

Gesunde und typgerechte Ernährung

Reichlich stilles Wasser

Seelische Ordnung

Bewegung & Entspannung

Seelische Ordnung ist ein Faktor, dem ich seit meinem einschneidenden Erlebnis sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenke. Seitdem lasse ich mich von meinem Bauchgefühl führen. Auch eine viel ausgewogenere Ernährung hat mir geholfen, mich so gesund und glücklich wie noch nie zuvor zu fühlen.

Anfang Juni diesen Jahres habe ich eine Fortbildung zur Darmberaterin an der Akademie Gesundes Leben gemacht. In diesem Artikel möchte ich dir gerne auf Basis dessen und meinen eigenen Erfahrungen die wichtigsten Punkte zur gesunden Ernährung für einen gesunden Darm näher bringen.

Gesunde Ernährung

Bei dem Begriff „gesunde Ernährung“ scheiden sich die Geister. Mir geht es hier nicht darum, eine strikte Definition dafür festzulegen. Jeder Mensch ist individuell und deshalb gibt es diese eine Art, sich richtig zu ernähren, nicht.

Es gibt allerdings ein paar Punkte, die unumstritten bei den meisten Menschen auf diesem Planeten zu mehr Wohlbefinden und mehr (Darm-)Gesundheit führen können.

Was kann ich tun?

Je natürlicher und unverarbeiteter die Nahrung desto besser!

Unverarbeitete und frische Nahrungsmittel besitzen Vitalstoffe und Lebensenergie, die sie an uns weitergeben. Bevorzugt werden sollten viel Gemüse und eine vorwiegend vegetarische Kost mit hochwertigen pflanzlichen Proteinen (Hülsenfrüchte, Getreide, etc.) und pflanzlichen Fetten (Olivenöl, Leinöl, etc.).

Je mehr Vitalstoffe desto besser!

Damit alle Stoffwechselprozesse in unserem Körper gut funktionieren können, benötigen wir viele verschiedene Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, etc.), die wir zum Großteil nur über die Nahrung aufnehmen können. Meine Favoriten in Sachen Vitalstoffe sind (Blatt-) Gemüse, Nüsse sowie Samen, (Pseudo-) Getreide und Kräuter.

Je mehr Faser- und Ballaststoffe desto besser!

Unsere Darmbakterien ernähren sich von Ballaststoffen, die nicht in unsere Körperzellen übergehen, sondern ausgeschieden werden. In Kombination mit Faserstoffen aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Getreide erhöhen sie das Stuhlvolumen. Das ist in Kombination mit ausreichend Flüssigkeit möglich und führt zu einer gesunden Bewegung im Darm. Das Ergebnis davon ist der sogenannte „Stuhl(ab)gang“.

Je besser das Klima im Darm, desto stärker unser Immunsystem!

Fast 80 % unseres Immunsystems stecken im Darm. Daran beteiligt sind ungefähr 2,5 Kilo Darmbakterien, die sich zu 99 % über ein saures und sauerstoffarmes Klima im Dickdarm freuen. Um ein angenehmes Klima für unsere Freunde zu erhalten, können wir milchsauer vergorene Produkte oder Getränke zu uns nehmen.

In Salzwasser eingelegte Oliven, frischer Sauerkraut, naturtrüber Apfelessig und vergorener Rote Bete-Saft zählen da zu meinen absoluten Favoriten. Wer eine einfachere Handhabung bevorzugt, kann mit probiotischen Kapseln sein Darmmilieu positiv beeinflussen – ich liebe aus eigener Erfahrung die Kapseln von Dr. Wolz Darmflora plus select!

Je öfter gute Essens-Entscheidungen getroffen werden desto besser für den Darm!

Minderwertiges Weizen, Kaffee, Alkohol, viel Fleisch, Süßigkeiten, Frittiertes und stark verarbeitete Lebensmittel machen manchmal großen Spaß. Langfristig gesehen schwächen sie allerdings die Darmschleimhaut und machen sie durchlässig. Das kann zu diversen Verdauungsproblemen, Entzündungen und Allergien führen.

Mit geschroteten Leinsamen, Kurkuma-Präparaten und Heilerde (z.B. Zeolith) kannst du deine Darmschleimhaut und und Darmwand langfristig stärken. Voraussetzung dafür ist, dass du vorwiegend gute Entscheidungen in Bezug auf dein Essen triffst (siehe oben :-D).

Ganzheitliche Gesundheit

Balance is the key

Wie so oft im Leben macht die Dosis das Gift. Sei also nicht zu streng mit dir, schließlich ist die Steigerung der eigenen Lebensqualität ein langfristiges Vorhaben. Nichts macht weniger Lust als alles auf einmal zu verändern oder immer auf alles zu verzichten. Und wenn es um die eigene (Darm-) Gesundheit geht, ist eine gute Portion Geduld ganz entscheidend.

Ich persönlich habe über ein Jahr gebraucht, um meinen Darm grundlegend zu sanieren, ihn erholen zu lassen und ihn so aufzubauen, dass ich mich heute rundum wohl mit meinem Darm und damit auch in meiner Haut fühle.

Falls du dir eine individuelle Darmberatung oder einen Plan zur schrittweisen Umsetzung gesundheitsfördernder Veränderungen wünschst, kann ich dich sehr gerne persönlich oder online auf deinem Weg begleiten!