SÄURE-BASEN-HAUSHALT.

Da ich vor ein paar Wochen wieder eine intensive Darmreinigung begonnen habe, beschäftige ich mich viel mehr mit meinem Säure-Basen-Haushalt. Parallel zu der Reinigung unterstütze ich meinen Körper dabei, unbrauchbare Säuren auszuleiten.

Vielleicht fragst du dich wieso das alles? Naja, bei mir persönlich ist der Säure-Basen-Haushalt vor ein paar Jahren dermaßen aus dem Gleichgewicht geraten, dass ich extremen Haarausfall und Akne bekommen habe. Natürlich hat keine Pille, kein Tonikum und keine Salbe geholfen.

Erst als ich verstanden habe, dass ich grundlegend etwas in meinem Leben ändern muss, durften die unangenehmen Erscheinungen gehen. Ich habe mehr basische Lebensmittel sowie liebevolle Entscheidungen in meinen Alltag integriert, um meinen viel zu sauren Körper zu harmonisieren.

Falls du oft an Kopfschmerzen, Sodbrennen, depressiven Verstimmungen oder entzündlichen Prozessen im Körper leidest, kann es an einer Übersäuerung liegen. Schaue dir deine täglichen Entscheidungen in Bezug auf Ernährung, Bewegung und Stress bzw. Entspannung bewusst an.

Du musst nicht gleich eine mehrwöchige Kur machen, sondern kannst einfach ein paar Dinge beachten, mit denen du deinem Säure-Basen-Haushalt hilfst sich langfristig zu regulieren. Wichtig: Symptome können auch andere Ursachen haben, die ärztlich abgeklärt werden sollten!

VON MINERALSTOFFEN UND DEM PH-WERT IM BLUT.

Ich möchte nur ganz kurz auf die etwas wissenschaftlichere Bedeutung von Basen und Säuren eingehen.

Lebensnotwendig für uns alle ist ein neutral bis leicht basischer Blut-ph-Wert. Der Wert darf nur zwischen 7,37 und 7,45 schwanken, er hat also nur sehr wenig Raum für Abweichungen.

Das Gute ist, dass unsere Körper wahre Meister sind, diesen Zustand zu erhalten. Um die Säureflut durch schlechte Ernährung, Stress und schädliche Umwelteinflüsse zu kompensieren, braucht der Körper viele Mineralstoffe. Auch ein ausgeglichenes Verhältnis von Stress und Entspannung kann sich positiv auf dein Befinden auswirken.

Blatt Gesundheit mit Annabell

Mineralstoffe kommen im besten Fall über unsere tägliche Nahrung. Um den ph-Wert bei unzureichender Mineralstoffzufuhr konstant zu halten, bedient der Körper sich an den körpereigenen Depots. Diese setzen sich in erster Linie zusammen aus Haarboden und Haare, Knochen, Zähne sowie der Haut.

Die Angst vor jeglicher Säure ist unbegründet, schließlich werden ganz hervorragende Lebensmittel, wie Kartoffeln, Getreide und Nüsse, leicht sauer verstoffwechselt. Unser Körper braucht Säuren, zum Beispiel für die reibungslose Funktion einiger Organe.

Um sicherzustellen, dass der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleibt, gilt es die Mineralstoffzufuhr im Alltag hoch zu halten oder zu erhöhen. Viel wertvolles Wasser, frisches Gemüse und auch etwas Obst, hochwertiges Getreide, Hülsenfrüchte und Bohnen, Kartoffeln sowie Nüsse und Samen sollten wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung sein.

Auf Alkohol, zu viel raffinierten Zucker und tierische Nahrungsmittel, Fertigprodukte und Frittiertes sollte besser verzichtet werden. Das sind alles Produkte, die stark sauer verstoffwechselt werden und viele Mineralsstoffe benötigen, um im Körper neutralisiert und damit unschädlich gemacht zu werden.

VON BASISCHEN FUSSBÄDERN UND ENTSTRESSUNG.

Auch Stress, Sorgen, Wut und Unzufriedenheit sind Sachen, die unnötig viel Säure im Körper produzieren können. Wenn diese Säuren den Körper nicht verlassen können, weil die Ausscheidungswege überlastet sind oder nicht richtig funktionieren, dann müssen sie im Körper neutralisiert und eingelagert werden.

Vielleicht kennt die ein oder andere Frau das Phänomen der Wassereinlagerungen im Gesicht (vor allem unter den Augen) oder im Oberschenkel-Bereich. Bei Männern liegt die Lagerstätte für neutralisierte und unbrauchbare Stoffe oft im Bereich des Bauches.

Wie kann man seinen Körper nun bei der Ausleitung dieser Stoffe unterstützen?

Fußbäder mit basischem Salz sind neben einer mineralstoffreicheren Ernährung ein toller Anfang. Durch die ganz natürliche osmotische Sogwirkung „ziehen“ die basischen Salze die Säure über die Füße in das Wasser. Der Körper muss sich also nicht mehr damit beschäftigen.

Wichtig ist hierbei, dass das Bad mindestens eine halbe Stunde dauert (meine Sitzungen dauern immer ein bis eineinhalb Stunden). Vorher sowie auch danach sollte ein großes Glas Wasser getrunken werden, um die Ausleitung zusätzlich zu unterstützen und gelockerte Säuren nach dem Fußbad über die Nieren auszuscheiden.

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Nach ein paar Fußbädern, kannst du auch basische Vollbäder ausprobieren. Nasenduschen, Einläufe mit dem Irrigator und auch Spaziergänge an der frischen Luft sind weitere Möglichkeiten, die für eine Ausleitung von unbrauchbaren Stoffen in Frage kommen können. Denn der Darm und die Lunge sind neben der Leber, den Nieren und der Haut wichtige Ausscheidungsorgane.

Es gibt noch andere Entsäuerungsmethoden, wie zum Beispiel das (Basen)Fasten oder Saftkuren. Für alle Methoden gilt das Gleiche: Die effektive und angenehme Entsäuerung des Körpers bedarf einer erhöhten Mineralstoffzufuhr sowie unterstützenden Maßnahmen bei der Ausleitung.

Vielleicht hast du ja jetzt auch Lust auf so ein basisches Fußbad?! Das Basische Salz dafür bekommst du im Drogeriemarkt oder im Reformhaus – viel Spaß beim Ausprobieren!